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»Christof Nardin arbeitet seit 2006 für die Stiftung der Deutschen Bekleidungsindustrie (SDBI). Ihm hat die Stiftung ihr Gesicht zu verdanken. Damit hat Christof Nardin maßgeblich dazu beigetragen, dass der von der SDBI verantwortete European Fashion Award heute zu den weltweit renommierten Auszeichungen für Nachwuchsdesigner gehört. Neben dem Corporate Design, dem jährlichen Plakat, Katalog und der Ausstellung auf der internationalen Leitmesse für Sportartikel und -mode in München ISPO hat er zahlreiche Sonderprojekte realisiert, wie zum Beispiel eine Präsentation im Departmentstore Alsterhaus in Hamburg oder die Präsentation ›Innovation in Deutschland‹ im Bundeskanzleramt.

  

Christof Nardin findet nicht nur eine überzeugende gestalterische Haltung zwischen einer ehrwürdigen Stiftung und der von ihr geförderten Avantgarde-Mode. Es gelingt ihm auch, dass der Katalog trotz seiner hohen Informationsdichte elegant und großzügig wirkt. Besonders hervorzuheben ist sein sehr präzises Gefühl für Typo, Proportionen, Farben, welches insbesondere in der Ausstellungsgestaltung überzeugt. Sehr angenehm ist auch die Zusammenarbeit. Er ist streitbar im positiven Sinne. Wünsche der Projektleitung hinterfragt er und denkt sie weiter. Mal rät er ab, mal stimmt er zu—ganz im Sinne der Sache.«

Joachim Schirrmacher, Art-Director und Projektleiter, Stiftung der Deutschen Bekleidungsindustrie (SDBI) 

 

 

»Die Gestaltung einer Design-Ausstellung und des Kataloges dazu ist eine besonders knifflige Aufgabe. Christof Nardin war dafür die Idealbesetzung. Er fand ein aufregendes visuelles Setting, in dem die unterschiedlichsten Designzugänge—von Industrie bis Experiment—ihren Platz fanden. Er schuf eine CI für die Ausstellung, die auf allen Kommunikationskanälen—vom Katalogcover bis zum Plakat im Straßenbild—perfekt funktionierte. Er brachte selbst viele Ideen ein, ließ aber auch viele Ideen zu. Es ging ihm um das Projekt und nicht um sich selbst. Das alles ist keine Selbstverständlichkeit.«

Peter Stuiber, Wien Museum

 

 

»Ein Blick auf christofnardin.com verrät: Da verlässt sich einer nicht auf eine einmal gefundene Linie, sondern gräbt und wühlt. Raumgestaltungen, Websites, Print – in der Wahl seiner Methoden und Medien schränkt sich Nardin nicht ein. Ein sezierender Blick auf den dreckigen Alltag, abseits von hippem Stylism. Meist mit Ironie, denn ein permanentes Thema sind soziale Anliegen. Nardin plündert aber nicht orientierungslos, sondern verfolgt klar definierte Ziele, hinterfragt seine Kommunikations-Arbeit bis an die Grenze der Selbstzerstörung. Und dafür hat der Absolvent der Angewandten ordentlich Preise abgeräumt. International. Und die großen Würfe kommen noch.«

Herwig Bauer, thegap 100

 

 

»Unkonventionelle Interpretationen klassischer Printmedien kennzeichnen das in jeder Hinsicht junge und vielseitige Spektrum von Christof Nardin aus. Eben noch Student an der Universität für angewandte Kunst Wien, präsentiert er ein reiches gestalterisches Vokabular, das er ebenso intelligent wie unaufgeregt durch eigenwillige Bild-Schriftkonstellationen laufend erweitert.

 
Konzeptionelle Klarheit, experimentelle Methoden und dementsprechend überraschende Ergebnisse sind nur einige Akzente in seiner offenen und erfrischenden Praxis. Darüberhinaus zählen stilsichere Statements sowie Sinn für Ironie vor allem auch im Zusammenhang mit sozial engagierten Themen zu den Stärken Christof Nardins, dessen Arbeiten auch im internationalen Kontext bereits mehrfach ausgezeichnet wurden.«

Sabine Dreher, Liquid Frontiers.