Bueronardin
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Christof Nardin thematisiert in seiner Installation die Wahrnehmung, Erinnerung und die eigenen Erfahrungen in Clubs. »Ob die Verbesserung der Vorhand oder die Verbesserung der Welt: Clubs und Vereine sind wie auch Marken Institutionen in denen Interessen und Identitäten kultiviert werden. Dabei zu sein wird zum Code, zur Haltung, zum Ausdruck. Betritt man den Shop, betritt man den Rado-Club«.

Im Schaufenster von Rado steht das Wort »Club of«. Jeder Buchstabe besteht aus einem anderen Material—ob Folie, Styropor oder Holz—sowie ein Neonschriftzug. Die Buchstaben sind bewusst einfach und rau gehalten, so wie die Schriften vieler Vereinsschilder. Vor dieser Ursprünglichkeit heben sich die High-Tech-Materialien und die Qualität der Uhren von Rado kontrastreich ab.

Die Installation ist während der Vienna Design Week vom 26. September bis 5. Oktober 2014 bei Rado in der Kärnter Straße 18 in Wien zu sehen.

 

Wir haben unsere Vergangenheit recycelt, portioniert und eingesackelt. Liebgewonnene alte Lettern, Papiersamples, Nummern, Fragmente von Projekten, Poster, Originalstempel aus Rotis und Liliane Bettencourt wurden gesammelt, gesampelt und geteilt. Daraus ergaben sich gezählte 44 blaue Sackerl, die wir bei der ersten WERKSCHAU zum Verkauf anboten. Die Erlöse gingen als Spende an den Verein Ute Bock. Das Video ist die Dokumentation, wie der einzige sterbliche Überrest der uns bleibt.

 

2014, Sarajevo, 100 Jahre später… die Plakataktion Sarajevo 100, der wir auf Einladung von Prof. Cedomir Kostovic gefolgt sind, führte zu einer intensiven Auseinandersetzung mit der Stadt, ihrer Geschichte und vielen Zäsuren. »New Beginnings // New Endings« ist ein zweiteiliges Plakat, das abhängig von der Hängung erst an den Anfang oder das Ende erinnert. Die Plakatserie entstand in Zusammenarbeit mit Agnes Steiner.

 

Was gibt es Schöneres, Inspirierenderes, als in einem Österreich der Vielfalt, Offenheit und des Respekts zu leben? Und dieses Signal stolz per Brief und Postkarte in die ganze Welt zu senden? »New Diversity« entstand auf Einladung zum jährlichen Briefmarken-Wettbewerb, den Die Presse gemeinsam mit der Österreichischen Post AG auslobt.

 

»One of my main tasks as a designer is to analyse the various inherent features of new projects and to take on multiple perspectives. My job is very much about constantly developing new approaches to visual communication and expressing them. From time to time I am deliberately questioning myself, my work and my strategies. For this reason I switch perspectives. Traveling helps to do so. It is a way of establishing distance, refreshing my mind, relaxing and gathering inspirations. One of my last trips took me to São Paulo, Brazil. The picture was taken during a helicopter flight and shows downtown São Paulo.«

Das Bild und das Statement wurde in »Heart Work. The Places of inspiration shared on Munken« publiziert.

 

 

Die Arbeit entstand auf Einladung von Johannes Marmon und Johannes Müller zur Ausstellung »Oh Tannenbaum« an der Hochschule für Gestaltung Karlsruhe. O Tannenbaum ist eins der zentralen Weihnachtslieder im deutschen Sprachraum, wir haben es technisch analysiert und die daraus gewonnene Frequenzkurve um die eigene Achse gedreht.

C-Print auf Alu-Dibond, 300 × 400 mm

 

3683 ist eine Studie und Installation über Raum, Typografie, typografische Praxen, Materialität, Proportionen und 3683 Buchstaben.

Die Geschichte dahinter: Christof Nardin lebt und arbeitet am 3. Oktober 2013 genau 3683 Tage in Wien. Dieses 10-jährige Jubiläum ist Anlass für die Installation »3683« — ein Ausflug in die Seiten- und Sackgassen des Gedächtnisses. Nardin zeigt, dass Erinnern ein fortlaufender Akt der Gestaltung ist. Erlebtes, Persönliches und Weltbewegendes werden in ihre kleinste Einheiten zerlegt, recycelt und rekontextualisiert. Ausgangspunkt ist die These Platons, dass durch die Verschriftlichung von Erinnerung diese nicht mehr privat sei und folglich von anderen manipulierbar werde. Rätsel, die sich in der Ausstellung ergeben, können auf Twitter mit dem Hashtag #cn3683 enträtselt werden.

3683 war von 27. September bis 6. Oktober 2013 bei der Vienna Design Week zu sehen.

 

Anonym für Christof Nardin/ Bueronardin. Sich selbst beschenken ist super: Ihr braucht nur ein Mail an info@christofnardin.com schicken und uns sagen warum wir genau Dir/ Ihnen eine der auf 150 Stück begrenzten blauen Typoedition aus Baumwolle schicken sollen.

(Leider schon vergriffen!)

 

Alexi Pelekanos für Christof Nardin/ Bueronardin. Die Edition No. 2 entstand in Zusammenarbeit mit dem Fotografen Alexi Pelekanos, der die Oliven geerntet, das Öl selbst gepresst und auch importiert hat. Alexi—Freund des Hauses, Starfotograf ohne Allüren, Starkoch ohne Starstatus—ist auch Olivenhainbesitzer in Rhodos und macht jedes Jahr sein eigenes Olivenöl.

Der wertvolle Tropfen ist abgefüllt in 500 ml Flaschen und mit Etikette versehen. Streng limitiert: 25 Stück—solange der Vorrat reicht!

 

Anna Szilit für Christof Nardin/ Bueronardin. Die gebürtige Münchnerin bewegt sich mit ihren Bildern mit beiden Beinen in der bildenden Kunst. Und wenn sie noch eins übrig hat produziert sie T-Shirts in kleinen Auflagen, zeichnet uns Muskelmänner (Landjäger No. 3, Fleisch), Roboter, komische Möbel mit Würsten und Grünzeug—zur Zeit lebt sie in Berlin.

Der Neujahrsgruß 2012 aus dem Bueronardin wurde von Anna Szilit in der Auflage von 75 Stück siebgedruckt.

 

Eine Plakataktion gemeinsam mit Fons Hickmann und Björn Wolf in Berlin. Das Thema war Zeit. Die Zeit begrenzt. Der Begriff »Polizeit« stammt von Herbert Achternbusch. Plakatiert wurden die Ergebnisse in Kreuzberg.

Beyond Graphic Design entstand 2007 als Diplomarbeit an der Universität für angewandte Kunst Wien. Es zeigt den Zugang, die Methode, das Lernen, das Leben und Ergebnisse der Studierenden in der Klasse für Grafik Design unter Fons Hickmann. Der interdisziplinäre Anspruch zeigt sich in der Lehre, im Handeln und wird im Buch auf verschiedenen Layers dargestellt. Es ergibt sich ein Klassenrund- und -durchgang.

Der Kern der Publikation besteht aus den Arbeiten von Studierenden. Dem stehen Fragebogen der Aufnahmeprüfungen, ein Gespräch mit dem Professor, Essays von Personen aus dem Umfeld, Fotos von Konzerten, Vorträgen und Fußballmatches, Reiseberichten aber auch Grüße von GestalterInnen aus aller Welt gegenüber. Zudem enthält Beyond Graphic Design eine DVD mit interaktiven Arbeiten.

Die Publikation wurde beim Verlag Hermann Schmidt Mainz verlegt, auf der Frankfurter Buchmesse vorgestellt und erhielt zahlreiche internationale Preise. Unter anderem den iF Design Awards (Gold Selection), Red Dot Awards, Type Directors Club New York, Art Directors Club New York, European Design Awards, Joseph Binder Award, …

Herausgeber: Fons Hickmann, Christof Nardin/ AutorInnen (u.a.): Helga Aichmaier, Ruedi Baur, Sabine Dreher, Christian Reder, Christopher Wurmdobler/ Dank an: Elisabeth Kopf, Gerd Haselsteiner

Deutsch/ englisch, 388 Seiten inkl. Booklet und DVD, ISBN 978-3-87439-741-4

Christof Nardin beim Verlag Hermann Schmidt Mainz
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